Feldgrenzen, auf die sich dein Spurführsystem verlassen kann.
Jeder Grenzpunkt wird zu Fuß aufgenommen, im FIX-Status, direkt an der bewirtschaftbaren Kante —
auch dort, wo kein Schlepper hinkommt. Ergebnis ist eine Feldgrenze mit Zentimetertoleranz,
importfertig für dein Terminal und im richtigen Koordinatenbezug.
Neuburg-SchrobenhausenIngolstadtPfaffenhofen a. d. IlmAugsburgAichach-FriedbergDonau-RiesEichstättEhekirchenNeuburg-SchrobenhausenIngolstadtPfaffenhofen a. d. IlmAugsburgAichach-FriedbergDonau-RiesEichstättEhekirchen
Das Problem
Die naheliegenden Wege zur Feldgrenze — und wo jeder aufhört
Wer ein Spurführsystem — je nach Hersteller auch Lenk- oder Parallelfahrsystem — einrichtet,
probiert meist genau diese Wege durch: zwei vorhandene
Datenquellen und zwei Varianten, die Grenze selbst abzufahren. Jeder hat einen strukturellen Haken,
der sich nicht durch sorgfältigeres Arbeiten wegbekommen lässt — und über allen steht dasselbe
Problem mit gekrümmten Verläufen.
Quelle 01
iBALIS & Luftbild
Feldstücke werden gegen amtliche Orthophotos digitalisiert — 20 cm Bodenauflösung, Aktualisierung
etwa alle zwei Jahre. Für das DOP20 gibt das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie eine
Lagegenauigkeit von ± 0,4 m an. Das ist die Untergrenze für alles, was jemand „nach Auge“ darüber
nachzieht — und abgebildet wird ohnehin die Bewirtschaftung zum Zeitpunkt der Befliegung, nicht
die Kante von heute.
Größenordnung: Dezimeter bis Meter
Quelle 02
Katasterdaten (ALKIS)
Zwei Haken: Erstens verläuft die rechtliche Grenze fast nie auf der befahrbaren Kante — dazwischen
liegen Rain, Böschung oder Hecke. Zweitens sind die Grenzpunkte unterschiedlich genau: modern
eingemessene liegen bei rund 3 cm, aus älteren Messungen berechnete bei 10 bis 30 cm, aus alten
Katasterkarten digitalisierte bei 100 bis 500 cm. Welche Herkunft dein Punkt hat, siehst du in
iBALIS nicht.
Amtlich, aber am falschen Ort
Selbst aufnehmen · 01
Zugänglichkeit und Schräglage
Der Schlepper kommt nur dorthin, wo er fahren kann — Graben, Böschung und Bewuchs schließen genau
die Stellen aus, an denen es drauf ankommt. Dazu die Geometrie: Bei 3 m Antennenhöhe und 7°
Schräglage läge der gemessene Punkt 37 cm daneben. Aktuelle Systeme rechnen das über eine IMU
heraus — allerdings nur mit korrekt eingegebener Antennenhöhe, kalibriertem Sensor und in Fahrt.
Zugänglichkeit bleibt das harte Limit
Selbst aufnehmen · 02
Bezugspunkt, Offset und Nähte
Aufgezeichnet wird dort, wo die Antenne fährt — nicht an der Außenkante deines Geräts. Stimmt der
eingestellte Offset nicht, verschiebt sich die ganze Grenze um die halbe Arbeitsbreite, bei 3 m
also um anderthalb Meter — und du weißt beim Fahren nie genau, wo gerade gemessen wird. Nimmst du Vorgewende und Außenkante getrennt auf, musst
du die Stücke zusammenziehen — meist von Hand über einem Luftbild, das selbst schon ungenau ist.
Jede Naht ist eine neue Fehlerquelle
Und in der Kurve
Für einen krummen Feldrand sind es schlicht zu wenige Punkte
Vorhandene Grenzdaten bilden einen Verlauf als Folge von Stützpunkten ab, die geradlinig verbunden
werden — und dein Terminal fährt genau diese Geraden ab. Bei einer Grenze entlang eines Bachs oder
eines Waldrands sitzen davon oft nur wenige. Die Geometrie ist unerbittlich: Hat eine Kurve mit
30 m Radius nur alle 20 m einen Stützpunkt, liegt die Gerade an der weitesten Stelle
1,7 m neben dem tatsächlichen Verlauf. Bei 10 m Punktabstand sind es noch gut
40 cm, bei 5 m rund 10 cm. Wer selbst misst, entscheidet das je Abschnitt — dicht durch die Kurve,
sparsam auf der Geraden.
Gerade zwischen zwei Punkten bleibt gerade
Unsere Antwort
Ein handgeführter RTK-Rover löst alle drei Punkte auf einmal
Zu Fuß statt auf Rädern
Der Punkt wird genau dort genommen, wo die bewirtschaftbare Kante wirklich liegt — im Graben,
an der Böschung, unter Büschen. Voraussetzung ist nur freie Sicht zum Himmel.
Ein Aufmaß, keine Nähte
Gemessen wird die Stabspitze — kein Offset, der falsch stehen könnte, keine zwei Durchgänge,
die zusammengezogen werden müssen. Und in der Kurve setzen wir so viele Punkte, wie der
Verlauf braucht.
Importfertig, nicht nur gemessen
Du bekommst kein Rohdaten-Paket, sondern die Datei, die dein Terminal einliest — Shapefile,
KML oder herstellerspezifisch, im richtigen Koordinatenbezug.
Leistungen
Vier Leistungen, zugeschnitten auf den landwirtschaftlichen Alltag
Keine amtliche Vermessung — dafür schnell verfügbar, unbürokratisch und spürbar günstiger.
FELDGRENZEN
Feldgrenzen & Importdatei für dein Spurführsystem
Kernleistung
RTK-genaue Aufnahme von Schlaggrenzen, Vorgewenden und Fahrgassen — plus Aufbereitung als
direkt importierbare Datei für dein konkretes System. Für neu eingerichtete Parallelfahrsysteme,
nach Flächentausch oder Zupacht, oder wenn sich die alten Grenzen als ungenau erwiesen haben.
Diese Leistung besteht aus zwei gleichwertigen Teilen: der RTK-genauen Grenzaufnahme vor Ort
und der anschließenden Aufbereitung zur importfertigen Datei. Eine hochpräzise Grenze bringt wenig,
wenn sie hinterher nicht in einer Form vorliegt, die dein Terminal lesen und für die
Spurplanung nutzen kann.
Was du bekommst: ein geschlossenes Polygon je Schlag im Koordinatenbezug
ETRS89 / UTM Zone 32N (EPSG:25832), sauber attributiert mit Schlagname und Fläche, dazu auf
Wunsch die Rohpunkte als Sicherung. Sollen mehrere Terminals bedient werden, liefern wir
mehrere Formate parallel.
Die Technik dahinter: Die Ausrüstung empfängt GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou,
QZSS und NavIC gleichzeitig und erreicht dadurch auch unter Hecken oder am Waldrand
zuverlässig FIX-Status — meist in rund fünf Sekunden. Mit IP68 übersteht das Gerät Regen,
Staub und kurzzeitiges Untertauchen im Graben.
GRENZPUNKTE
Grenzsteinsuche — Orientierungshilfe im Feld
Keine amtliche Leistung
Ein Grenzstein ist zugewachsen, eingesackt oder verschüttet? Anhand der Katasterkoordinaten suchen
wir die entsprechende Position im Feld auf — praktisch vor Zaunbau, Grenzbepflanzung,
Mähstreifen-Diskussionen mit dem Nachbarn oder zur Orientierung vor einer amtlichen
Grenzvermessung. Die Koordinaten kannst du selbst mitbringen; auf Wunsch beschaffen wir sie für
dich und reichen die amtliche Gebühr eins zu eins weiter.
Koordinaten mitgebracht oder beschafftAbsteckung vor Ortauch im Wald
Details & rechtlicher Hinweis
Wir suchen bereits vorhandene, amtlich vermarkte Grenzpunkte anhand ihrer Koordinaten — zum
Beispiel aus einer Katasterauskunft. Die gefundene Position zeigen wir dir im Feld und
markieren sie auf Wunsch temporär, etwa mit einem Fluchtstab.
Du musst dich nicht selbst durch das Amt arbeiten. Wenn du uns Gemarkung und
Flurnummer nennst, besorgen wir die Grenzpunktkoordinaten über den amtlichen Bezugsweg. Was
das kostet, hängt von der Zahl der Punkte ab — wir legen die Gebühr ohne Aufschlag
auf die Rechnung und weisen sie getrennt aus. Du siehst also genau, was an das Amt geht und
was an uns. Dabei achten wir auch darauf, mit welcher Genauigkeit die Punkte geführt werden,
und sagen dir vorher, wenn ein Punkt aus einer alten Karte stammt und im Feld entsprechend
unsicher liegt.
Wichtig: Diese Leistung ist eine praktische Orientierungshilfe und
keine amtliche Grenzfeststellung. Wir markieren, vermarken oder bestätigen
keine Grenzpunkte — das ist ausschließlich dem zuständigen Amt für Digitalisierung, Breitband
und Vermessung bzw. einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) vorbehalten. Für
rechtsverbindliche Grenzfragen wende dich bitte zusätzlich an die zuständige Behörde.
HÖHEN & GELÄNDE
Geländeaufnahme & Höhenmessung
Landwirtschaft & Privat
Höhen und Geländepunkte für Drainageplanung, Gefälle bei Fahrsilo oder Güllegrube, Kubatur von
Erdbewegungen und Mieten, Kontrolle der Förderflächen vor der iBALIS-Meldung — und für private
Bauvorhaben, etwa die Höhenaufnahme für Bauantrag oder Lageplan.
Wir nehmen Höhen und Geländepunkte mit RTK-GPS auf und liefern sie aufbereitet — als
Punktwolke, Höhenlinien oder Tabelle, mit rund 14 mm vertikaler Genauigkeit. Gemessen wird
gegen DHHN2016 mit GCG2016-Geoid, du bekommst also echte Höhen über Normalhöhennull statt
ellipsoidischer Werte.
Auch für private Bauherren: Geländeschnitt fürs Architekturbüro, Höhenaufnahme
für den Lageplan oder Klärung der Entwässerung vor dem Hausbau. Da der Aufwand stark vom
Gelände abhängt, rechnen wir hier meist nach Zeit ab — nach einer kurzen Einschätzung vorab
weißt du, womit du rechnen musst.
WEITERE AUFMASSE
Nachweise, Infrastruktur und Datenarbeit
Nach Aufwand
Vieles, was im Betrieb an Aufmaß anfällt, braucht keine amtliche Vermessung — nur jemanden mit
einem RTK-Rover und einer Stunde Zeit. Diese Arbeiten rechnen wir nach Zeitaufwand ab und
kombinieren sie gerne mit einem ohnehin anstehenden Termin.
Gewässerrandstreifen dokumentieren. Seit August 2019 gilt in Bayern an
natürlichen und naturnahen Gewässern ein mindestens 5 m breiter Randstreifen ab der Uferlinie,
in dem acker- und gartenbauliche Nutzung untersagt ist; künstliche Gewässer sowie Be- und
Entwässerungsgräben sind ausgenommen. An Gewässern erster und zweiter Ordnung auf Grundstücken
des Freistaats Bayern sind es 10 m, gemessen ab der Böschungsoberkante, sofern vorhanden. Genau diese Linie lässt sich am
Luftbild kaum sauber abgreifen. Wir nehmen den Verlauf im Feld auf — hilfreich vor allem dann,
wenn du die Ausgleichszahlung beantragst, denn dafür muss der Streifen in der Feldstückskarte
digitalisiert sein.
Drainage, Schächte und Infrastruktur einmessen. Dränstränge, Kontrollschächte,
Brunnen, Hydranten, Zaunecken, Beregnungstechnik — alles, was man später wiederfinden will und
was heute noch im Kopf des Seniorchefs steckt. Ergebnis ist eine Punktdatei, die sich in dein
Terminal oder deine Betriebssoftware laden lässt.
Pachtflächen abgleichen. Die bewirtschaftete Fläche weicht oft von der
Katasterfläche ab, weil Graben, Rain oder ein alter Feldweg dazwischenliegen. Ein Aufmaß der
tatsächlich bewirtschafteten Fläche ist eine saubere Verhandlungsgrundlage — rechtlich
maßgeblich bleibt im Streitfall aber die amtliche Fläche.
Absteckung und Digitalisierung. Pflanzreihen, Zaunlinien, Fahrgassen oder
Reihen für Agroforst und Agri-PV im Feld abstecken. Und: alte Grenzen, die nur auf Papier oder
in einer Excel-Liste existieren, sauber in ein Shapefile überführen — inklusive Hilfe beim
ersten Import ins Terminal.
Wo unsere Leistung endet
Damit vorher klar ist, was du nicht bekommst — das spart beiden Seiten Enttäuschungen.
Keine amtliche Grenzfeststellung und keine Abmarkung. Das dürfen ausschließlich das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und öffentlich bestellte Vermessungsingenieure. Wir setzen keine Grenzsteine und bestätigen keine Grenzverläufe.
Keine Gebäudeeinmessung nach Fertigstellung. Die ist gesetzlich vorgeschrieben und ebenfalls der Vermessungsverwaltung beziehungsweise einem ÖbVI vorbehalten. Die Absteckung vorher übernehmen wir gerne.
Keine Rechtsberatung bei Grenzstreit. Wir zeigen dir, wo eine Koordinate im Feld liegt. Ob daraus ein Anspruch folgt, klärt ein Anwalt oder die zuständige Behörde.
Unter dichtem Kronendach stößt jede GNSS-Messung an Grenzen. Ohne freie Sicht zum Himmel gibt es keinen FIX. Im Wald arbeiten wir deshalb bevorzugt im unbelaubten Zustand und stecken bei Bedarf von einem freien Punkt aus ab — wenn es nicht geht, sagen wir das, statt eine Scheingenauigkeit zu liefern.
Ablauf
Von der Anfrage zur fertigen Datei
Vier Schritte, meist innerhalb weniger Tage abgeschlossen.
SCHRITT 01
Anfrage & Angebot
Du sagst uns, um welche Flächen und welches Terminal es geht. Du bekommst ein kostenloses, unverbindliches Festpreis-Angebot.
SCHRITT 02
Termin vor Ort
Wir gehen die Kante ab und nehmen jeden Eckpunkt im FIX-Status auf — mit Mittelung über mehrere Sekunden je Punkt.
SCHRITT 03
Aufbereitung
Aus den Messpunkten entsteht am Rechner das geschlossene Polygon — kontrolliert gegen das amtliche Luftbild und sauber beschriftet.
SCHRITT 04
Lieferung & Import
Du bekommst die Datei im passenden Format — auf Wunsch helfen wir beim ersten Import ins Terminal.
Was du für die Anfrage bereithalten solltest
01
Marke und Typ deines Terminals. Davon hängt ab, welches Dateiformat wirklich funktioniert — die Frage vorab spart hinterher eine zweite Runde.
02
Gemarkung und Flurnummern der Flächen. Damit können wir uns vorab ein Bild machen und den Aufwand realistisch einschätzen — im Anfrageformular gibt es dafür eigene Felder.
03
Zugang und Zustand der Flächen. Nach der Ernte und vor der Bestellung liegen die Kanten frei — das ist die beste Zeit für eine Aufnahme.
04
Bei Grenzsteinsuche: vorhandene Katasterunterlagen. Hast du keine, beschaffen wir die Koordinaten und reichen die amtliche Gebühr ohne Aufschlag weiter.
Vier Zahlen
Was an der Feldgrenze hängt — in nachprüfbaren Größen
Eine exakte Grenze ist kein Selbstzweck. Sie ist die Eingangsgröße für alles, was danach automatisch
passiert: Teilbreitenschaltung, Vorgewendemanagement, Abstandsauflagen. Jede der folgenden Zahlen
lässt sich in den Quellen weiter unten nachlesen.
1–5 %
weniger Pflanzenschutzmittel durch Teilbreitenschaltung — je unförmiger der Schlag, desto mehr
± 0,4 m
Lagegenauigkeit des amtlichen Luftbilds — die Untergrenze jeder „nach Auge“ gezogenen Grenze
1,7 m
Abweichung in einer 30-m-Kurve, wenn nur alle 20 m ein Stützpunkt sitzt
7 mm
Lagegenauigkeit unserer Aufnahme im FIX-Status
Die Teilbreitenschaltung schaltet dort ab, wo deine hinterlegte Grenze verläuft — nicht dort, wo das
Feld aufhört. Stimmt die Grenze nicht, bezahlst du den Unterschied jedes Jahr aufs Neue: mit doppelt
behandelten Streifen oder mit Fehlstellen am Rand. Die Einsparungsspanne stammt aus Schweizer
Praxisbetrieben; sie fällt umso höher aus, je kleiner und verwinkelter die Flächen sind — also genau
unter den Bedingungen, die hier in der Gegend die Regel sind.
Technischer Hintergrund
Für alle, die es genauer wissen wollen
Die Zahlen und Zusammenhänge hinter der Aussage „das reicht für ein Spurführsystem nicht“.
Neigungsfehler-Rechner
Sitzt die Antenne fest am Fahrzeug, verschiebt jede Schräglage den gemessenen Punkt zur Seite.
Das ist der Rohfehler, den eine Neigungskompensation herausrechnen muss — schieb die Regler und
sieh, wie groß er wird.
26cm
Seitlicher Versatz der Grenze
7mm
FIXPUNKT-Rover
Näherung nach Δ = h · sin(θ). Aktuelle RTK-Lenksysteme rechnen diesen Rohfehler über
eine IMU heraus — die Korrektur setzt aber eine von Hand eingegebene Antennenhöhe, einen im Stand
kalibrierten Sensor und Fahrt voraus. Wie viel im dynamischen Übergang übrig bleibt, steht im
Technikteil rechts, belegt mit DLG-Prüfberichten.
Warum iBALIS-Daten nicht reichen
Die iBALIS-Feldstücke und -Feldblöcke werden gegen die amtlichen Orthophotos digitalisiert
(DOP, aktuell 20-cm-Pixelraster, Aktualisierung etwa alle zwei Jahre). Erfasst wird damit die
Bewirtschaftungsgrenze zum Zeitpunkt der Befliegung — nicht die exakte physische Feldkante. Die
Linien sind für die Förderabwicklung ausreichend generalisiert, bilden aber weder aktuellen
Bewuchs noch kleinräumige Verschiebungen durch Bodenbearbeitung oder Erosion ab. Für ein System,
das auf wenige Zentimeter genau fahren soll, ist das strukturell zu ungenau — unabhängig davon,
wie sorgfältig digitalisiert wurde. Dazu kommt die Lagegenauigkeit des Bildes selbst: Für das
DOP20 wird eine Standardabweichung von rund 0,4 m angegeben. Die Satellitenbilder, die viele
Farmmanagement-Programme als Hintergrund einblenden, liegen je nach Region eher im Bereich von
einem halben bis zweieinhalb Metern — wer eine Grenze „nach Auge“ darüber nachzieht, übernimmt
diesen Fehler unbemerkt in seine Anlage.
Was Katasterdaten (ALKIS) leisten — und was nicht
Zuerst eine Richtigstellung, die man oft anders liest: ALKIS-Daten gibt es in Bayern
sehr wohl als Shapefile. Über GeodatenOnline lassen sich „ALKIS-Shape“-Komplettdaten
(Flurstück, Gebäude, Nutzung und weitere Ebenen) sowie DXF und eine CSV mit Grenzpunktkoordinaten
bestellen — das Format ist also nicht das Problem. Drei andere Dinge sind es. Erstens die
Genauigkeit: Mit modernen Geräten vor Ort eingemessene Grenzpunkte liegen bei rund 3 cm.
Punkte, deren Koordinaten aus älteren, oft Jahrzehnte zurückliegenden Messungen berechnet
wurden, erreichen unter Umständen nur 10 bis 30 cm. Und Punkte, die aus der Transformation alter
Katasterkarten stammen, liegen bei rund 100 bis 500 cm — für Präzisionslandwirtschaft
unbrauchbar. In iBALIS ist diese Herkunft nicht sichtbar; sie muss beim Amt für Digitalisierung,
Breitband und Vermessung beziehungsweise über GeodatenOnline erfragt werden. Zweitens der
Ort: Die rechtliche Grundstücksgrenze verläuft fast nie entlang der bewirtschaftbaren
Kante — Feldrain, Grabenböschung, Hecke oder der gesetzliche Grenzabstand liegen dazwischen, oft
mehrere Dezimeter bis Meter. Eine Lenklinie exakt auf der Rechtsgrenze würde ins Nachbarfeld
oder in den Graben führen. Drittens die Punktdichte: Grenzen werden als Folge von
Stützpunkten geführt, die geradlinig verbunden werden. Wo der Verlauf gekrümmt ist, entscheidet
der Abstand dieser Punkte über die Abweichung — und gerade an Gewässern sind die Anforderungen
an die Erfassung der Knickpunkte historisch reduziert. Hinzu kommt, dass die Vektordaten in
Bayern kostenpflichtig sind und nach Flurstücken beziehungsweise Punkten abgerechnet werden;
frei als Open Data gibt es nur die ALKIS-Parzellarkarte als Kartenbild ohne Flurstücksnummern
und Grenzzeichen.
Hat mein Lenksystem nicht selbst eine Neigungskompensation?
In der Regel ja — und das ist eine wichtige Korrektur an der oft gehörten Behauptung, Traktoren
würden am Hang grundsätzlich falsch messen. Bei John Deere übernimmt das seit Langem das
Terrain Compensation Module, früher als iTC im Empfänger integriert; bei Fendt und
anderen je nach Generation die IMU im Empfänger von Topcon oder NovAtel; bei Trimble die im
NAV-900 verbaute Sensorik. Wie gut das funktioniert, zeigen die unabhängigen DLG-Prüfberichte,
und zwar differenzierter, als es Werbung und Stammtisch nahelegen. Im Test des John-Deere-Systems
von 2005 heißt es ausdrücklich: „Bei den Messungen am Seitenhang traten keine größeren
Abweichungen als in der Ebene auf.“ In den neueren Rampentests — eine 25 cm hohe Rampe, die
bei 5 km/h überfahren wird — bleibt dagegen ein messbarer Versatz: beim geprüften
Fendt-VarioGuide-System rund 5 bis 10 cm auf dem Plateau mit etwa 12 cm Überschwingen bei der
Einfahrt und 7 cm bei der Ausfahrt, beim geprüften Trimble-System rund 10 bis 14 cm auf dem
Plateau mit bis zu 20 cm beim Verlassen der Rampe. Zwei Dinge muss man dabei fairerweise sagen:
Gemessen wurde die Abweichung von der Sollspur beim Lenken, nicht der Fehler beim
Aufnehmen eines Punkts. Und der Rampentest bildet den dynamischen Übergang ab, also den
ungünstigsten Fall, nicht die ruhige Fahrt am gleichmäßigen Hang.
Wovon die Neigungskompensation abhängt
Drei Voraussetzungen stehen in der Herstellerdokumentation, und alle drei liegen beim Anwender.
Erstens die Antennenhöhe: Die Korrektur rechnet mit einem Wert, den jemand von Hand
eingetragen hat — NovAtel verlangt dafür eine Messgenauigkeit von 2,5 bis 5 cm, gemessen auf
ebener Fläche. Wurde nach einem Reifenwechsel nichts angepasst, wandert der Fehler ungebremst in
die Grenze. Zweitens die Kalibrierung: Der Sensor muss im Stand genullt werden;
geschieht das während der Fahrt, verschlechtert es laut Dokumentation die Leistung.
Drittens Bewegung: Wörtlich heißt es „Vehicle motion is required to compute and obtain
terrain-compensated positions“ — im Stand liefert diese Variante also keine neigungskorrigierte
Position. Genau im Stand oder im Schritttempo würde man aber einen Grenzpunkt aufnehmen. Dazu
kommt die Genauigkeit der Winkelmessung selbst: NovAtel gibt sie im Whitepaper APN-098 für
Terrain Compensation mit unter 1,0° RMS für Roll und Pitch an, gegenüber 0,5° und besser bei den deutlich teureren
Inertialsystemen. Bei rund 3,5 m Antennenhöhe entspricht 1° etwa 6 cm. Und schließlich ist die
Funktion nicht selbstverständlich vorhanden: Beim CHCNAV NX510 SE wirbt der Hersteller
ausdrücklich mit „GNSS + INS“, beim NX612 wird im selben Vergleich nur „GNSS RTK und
PointSky-Korrektur“ genannt — von Neigungskompensation ist dort keine Rede.
Warum die Grenze trotz Kompensation nicht sauber wird
Das eigentliche Problem beim Selbstaufnehmen ist nicht die Physik der Neigung, sondern der
Bezugspunkt. Aufgezeichnet wird die Position der Antenne. Wo dein Gerät tatsächlich
arbeitet, weiß das Terminal nur, wenn ein Offset gepflegt ist — bei manchen Systemen die halbe
Arbeitsbreite, bei anderen ein Wert für die Montageposition. Ist der Offset nicht gesetzt oder
falsch, verschiebt sich die komplette Grenze systematisch — bei den hier üblichen 3 m
Arbeitsbreite um 1,5 m, und das über die gesamte Länge des Schlags.
Dazu kommt die Praxis: Du siehst vom Sitz aus nicht metergenau, wo die Kante verläuft, weißt
nicht, wie weit du hinausfahren sollst, und an spitzen Ecken entstehen runde statt eckige
Übergänge, weil das Pausieren immer etwas zu früh oder zu spät kommt. Am teuersten wird es beim
Zusammenführen: Wer das Vorgewende in einem Durchgang und die Außenkante in einem anderen
aufnimmt, hat am Ende zwei Linien, die von Hand zusammengezogen werden müssen — meist über einem
Luftbild, das selbst nur auf ± 0,4 m genau liegt — so gibt das Bundesamt für Kartographie und
Geodäsie die Lagegenauigkeit des amtlichen DOP20 an; kommerzielle Satellitenbild-Hintergründe
sind in der Regel gröber. Jede dieser Nähte ist eine neue Fehlerquelle, und keine davon
lässt sich durch ein besseres Lenksystem lösen.
Warum ein handgeführter RTK-Rover mit Tilt-Kompensation das löst
Geräte mit IMU-gestütztem Neigungssensor berechnen die tatsächliche Position der Stabspitze am
Boden auch bei geneigtem Stab korrekt — man muss nicht mehr exakt senkrecht über dem Punkt
stehen. Über RTK-Korrekturdaten aus dem bayerischen SAPOS/HEPS-Netz (VRS) wird im FIX-Status
Zentimetergenauigkeit erreicht, unabhängig von der Fahrzeugzugänglichkeit: Der Punkt wird zu Fuß
direkt an der tatsächlichen bewirtschaftbaren Kante genommen — im Graben, am Hang oder unter
Büschen, solange freie Sicht zum Himmel (Faustregel ≥ 30° Elevation) gegeben ist. Ergebnis ist
eine Linie, die der nutzbaren Feldkante entspricht — nicht dem Luftbild, nicht der Rechtsgrenze,
nicht der Fahrzeugachse. Ebenso wichtig: Es gibt keinen Offset, der falsch stehen könnte, und
keine Naht zwischen zwei Durchgängen. Gemessen wird die Stabspitze, und die steht sichtbar genau
dort, wo die Grenze liegen soll — Vorgewende und Außenkante entstehen im selben Aufmaß und im
selben Koordinatenbezug.
Warum das Koordinatensystem mit entscheidet
Damit RTK-Punkte, Luftbild-Hintergrund und die exportierte Datei exakt zueinander passen, muss
überall derselbe Bezug gelten: Lage in ETRS89 / UTM Zone 32N (EPSG:25832), Höhe in DHHN2016 mit
GCG2016-Geoid. Wird an einer Stelle in WGS84 oder einem älteren Bezugssystem gearbeitet,
entstehen Versätze im Dezimeter- bis Meterbereich — ein Fehler, der optisch kaum auffällt,
in der Spur aber sofort. Wir liefern deshalb konsequent im definierten Bezug und dokumentieren ihn
in der Lieferung mit.
Was unsere Ausrüstung technisch leistet
Horizontal rund 7 mm + 1 ppm, vertikal rund 14 mm + 1 ppm unter RTK-FIX. Die integrierte
Tilt-Kompensation fügt etwa 2 mm + 0,3 mm je Neigungsgrad zusätzliche Unsicherheit hinzu. Das
Gerät empfängt GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS und NavIC gleichzeitig, was die
Positionsbestimmung auch unter erschwerten Bedingungen stabil hält, und erreicht FIX über
SAPOS/HEPS meist in rund fünf Sekunden. Mit IP68 (bis 1,5 m Wassertiefe, 30 Minuten), einem
Betriebsbereich von -20 °C bis +65 °C und bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit ist es für den
ganzjährigen Feldeinsatz ausgelegt.
Quellen und Nachweise
Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und lassen sich
nachprüfen. Wo eine Zahl aus einer Rechnung stammt und nicht aus einer Studie, steht es dabei.
Verhalten am Hang, Rampentests: DLG-Prüfberichte 6158F (Fendt VarioGuide RTK, geprüft mit Topcon-Empfänger) und 6163F (Trimble Autopilot); zum Seitenhang ohne größere Abweichung 5539F (John Deere AutoTrac, 2005, mit SF2-Signal)
Voraussetzungen und Winkelgenauigkeit der Neigungskompensation: NovAtel OEM7-Dokumentation und das Whitepaper APN-098 von Hexagon/NovAtel
Entstanden auf dem eigenen Feld, nicht am Schreibtisch
Am Anfang stand der eigene Betrieb. Für den Schlepper wurde ein Spurführsystem angeschafft, um
beim Fahren präziser und effizienter zu arbeiten. Schnell zeigte sich: Das beste
Spurführsystem bringt wenig ohne exakte Feldgrenzen — und genau da wurde es schwierig.
Die naheliegenden Datenquellen erwiesen sich alle als unzureichend. iBALIS bildet nur die
Bewirtschaftung ab und basiert auf Luftbildauswertung. Die Eigentumsdaten aus GeoOnline Bayern
sind zwar amtlich und exakt vermessen, liegen aber selten auf der befahrbaren Kante und nicht im
benötigten Format vor. Und die Grenze mit dem Schlepper selbst abzufahren, funktioniert in der
Praxis oft schlicht nicht: Gräben, Böschungen oder dichter Bewuchs machen das genaue Abfahren
mitunter physikalisch unmöglich — und selbst wo es geht, sitzt die Antenne fest am Fahrzeug.
Steht der Schlepper schief, verschiebt sich der aufgezeichnete Punkt gegenüber der tatsächlichen
Grenze.
„Für uns war das der einzige verlässliche Weg zu Feldgrenzen, auf die sich ein Spurführsystem
wirklich verlassen kann.“
Deshalb setzen wir auf einen separaten, handgeführten RTK-Rover mit Tilt-Kompensation, verbunden
über das bayerische SAPOS/HEPS-Netz. Damit lässt sich jeder Grenzpunkt zu Fuß exakt dort aufnehmen,
wo er wirklich liegt — unabhängig davon, ob der Schlepper überhaupt hinkommt.
Aus dieser eigenen Erfahrung ist die Idee entstanden, das Wissen auch anderen Betrieben mit
demselben Problem zugänglich zu machen. FIXPUNKT ist kein Vermessungsbüro und kein
öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) — für amtliche Grenzfeststellungen oder
rechtsverbindliche Katastervermessungen bleiben das zuständige Amt für Digitalisierung, Breitband
und Vermessung bzw. ein ÖbVI zuständig. Wir unterstützen praktisch und unbürokratisch bei allem,
was rund um Feldgrenzen, Grenzpunkte und Geländedaten im landwirtschaftlichen Alltag anfällt.
Angebot
Festpreis vorab statt Preisliste
Jeder Betrieb, jedes Feld und jeder Auftrag ist anders — eine Preisliste würde da mehr verschleiern
als klären. Stattdessen bekommst du vorab ein kostenloses, unverbindliches Angebot mit einem festen
Betrag. Was darin womit verrechnet wird, steht hier offen.
Leistungen und ihre Abrechnungsmodelle
Leistung
So wird abgerechnet
Feldgrenze aufnehmen
Festpreis je Schlag, abhängig von der Zahl der Eckpunkte
Große oder verwinkelte Flächen
Festpreis nach vorheriger Einschätzung
Sammelauftrag über mehrere Schläge
Tagespauschale — meist der günstigste Weg
Grenzsteinsuche
Festpreis je Punkt, Wald gesondert
Geländeaufnahme und Höhenmessung
Nach Zeitaufwand, mit Einschätzung vorab
Weitere Aufmaße und Datenarbeiten
Nach Zeitaufwand oder als Festpreis
Anfahrt
Im näheren Umkreis kostenlos, sonst im Angebot ausgewiesen
Beschaffung von Katasterkoordinaten
Amtliche Gebühr zum Selbstkostenpreis, ohne Aufschlag
Warum meist Festpreis
Bei Feldgrenzen und Grenzsteinsuche steht der Umfang vorher fest — die Zahl der Ecken
beziehungsweise der gesuchten Punkte. Deshalb bekommst du dafür einen festen Betrag und weißt
vorher, woran du bist. Nur wo der Aufwand offen ist, etwa bei Geländeaufnahmen über unbekanntem
Gelände, rechnen wir nach Zeit ab — dann mit einer ehrlichen Einschätzung im Vorfeld.
Im Preis enthalten
Die Aufbereitung und der Export als importfertige Datei gehören immer dazu — die Arbeit am Rechner
ist nicht extra. Ebenso die Rücksprache, welches Format dein Terminal wirklich braucht, und die
Sicherung deiner Messdaten, falls du später eine Nachlieferung in einem anderen Format brauchst.
Zusammen mit den Nachbarn günstiger
In der näheren Umgebung berechnen wir ohnehin keine Anfahrt. Wenn sich darüber hinaus mehrere
Betriebe in einer Gemarkung zusammentun, wird daraus ein Tagestermin — und der Preis je Schlag
sinkt spürbar, weil Auf- und Abbau nur einmal anfallen. Sag einfach Bescheid, wenn du jemanden im
Ort kennst, den das auch interessiert; die Terminabstimmung übernehmen wir.
Nein. Wir bieten keine amtlichen Vermessungsleistungen an, sondern praktische
GNSS-gestützte Dienstleistungen für den landwirtschaftlichen Alltag — schnell verfügbar,
unbürokratisch und deutlich günstiger als eine amtliche Vermessung.
Wie genau ist die Messung?
Über den bayerischen Korrekturdatendienst SAPOS/HEPS erreichen wir im FIX-Status rund
7 mm horizontale und 14 mm vertikale Genauigkeit. Unser Gerät wird regelmäßig an amtlichen
SAPOS-Kontrollpunkten gegen die offiziellen Sollkoordinaten geprüft.
Kann ich damit meine Grundstücksgrenze rechtlich klären lassen?
Nein. Dafür braucht es weiterhin eine amtliche Grenzfeststellung durch das zuständige
Vermessungsamt oder einen ÖbVI. Wir helfen dir aber gerne, dich vorab praktisch zu orientieren —
etwa um zu sehen, wo ein vorhandener Grenzstein ungefähr liegt.
Mein Lenksystem hat doch eine Neigungskompensation — brauche ich euch dann überhaupt?
Die Frage ist berechtigt, und die ehrliche Antwort lautet: Die Neigung ist nicht das
Hauptargument. Aktuelle RTK-Systeme rechnen die Schräglage über eine IMU heraus, und im
DLG-Seitenhangtest von John Deere traten dabei ausdrücklich keine größeren Abweichungen auf als in
der Ebene. In den neueren Rampentests bleiben je nach System 5 bis 14 cm auf dem Plateau übrig,
beim Ein- und Ausfahren kurzzeitig mehr — das ist aber der dynamische Extremfall und misst das
Lenken, nicht das Aufnehmen. Der entscheidende Unterschied liegt woanders: Dein Schlepper kommt
nicht überall hin, aufgezeichnet wird an der Antenne statt an der Arbeitskante, getrennt
aufgenommene Teilstücke müssen von Hand zusammengezogen werden, und in Kurven fehlen dir
Stützpunkte. Genau diese vier Punkte fallen bei einer Aufnahme zu Fuß weg.
Warum ist eine kurvige Grenze das größere Problem als eine gerade?
Weil jede hinterlegte Grenze aus Stützpunkten besteht, die geradlinig verbunden
werden — dein Terminal fährt von Punkt zu Punkt. Auf einer geraden Kante genügen zwei Punkte für
hundert Meter. An einem Bachlauf oder Waldrand entscheidet dagegen der Punktabstand über die
Genauigkeit: Bei einem Kurvenradius von 30 m und 20 m Punktabstand liegt die Gerade an der
weitesten Stelle 1,7 m neben dem echten Verlauf, bei 5 m Abstand nur noch rund 10 cm. Vorhandene
Datenquellen geben dir diese Dichte nicht; bei einer eigenen Aufnahme entscheiden wir das je
Abschnitt.
Ich habe schon Feldgrenzen im Terminal — lohnt sich eine Neuaufnahme?
Das lässt sich schnell prüfen: Lade deine bestehende Grenze über ein amtliches
Luftbild und schau, wie sie zur sichtbaren Kante liegt. Sind das gleichmäßige Versätze über die
ganze Länge, steckt meist ein falscher Offset dahinter; sind es einzelne Sprünge, sind es Nähte
zwischen Teilaufnahmen. Wir sehen uns das auf Wunsch vorab an und sagen dir ehrlich, ob sich eine
Neuaufnahme lohnt oder ob deine Grenze gut genug ist.
Bekomme ich die Katasterkoordinaten nicht einfach kostenlos?
Nur teilweise. Frei verfügbar ist in Bayern die ALKIS-Parzellarkarte als Kartenbild —
ohne Flurstücksnummern und ohne Grenzzeichen. Die eigentlichen Vektordaten und die
Grenzpunktkoordinaten sind kostenpflichtig und werden nach Flurstücken beziehungsweise Punkten
abgerechnet, mit einem Mindestbestellwert. Du kannst sie selbst bestellen — oder uns Gemarkung
und Flurnummer nennen, dann übernehmen wir die Beschaffung. Die amtliche Gebühr geben wir ohne
Aufschlag weiter und weisen sie auf der Rechnung getrennt aus.
Welche Dateiformate bekomme ich?
In der Regel Shapefile (SHP) — das lesen die meisten Terminals, etwa von John Deere
oder Fendt. Alternativ KML oder ein herstellerspezifisches Format. Welches Format zu deinem Gerät
passt, klären wir vor dem Termin, damit die Lieferung wirklich importierbar ist.
Was ist, wenn der Grenzstein gar nicht mehr da ist?
Das kommt vor. Wir suchen die Position, die zu den Koordinaten gehört — ob dort noch
ein Stein steckt, entscheidet sich erst vor Ort. Ist er eingesackt, hilft oft ein Sondiereisen;
ist er verschwunden, zeigen wir dir die Stelle und du weißt zumindest, wo sie liegt. Willst du den
Punkt wiederhergestellt haben, geht das nur über einen Antrag auf Vermessung beim zuständigen Amt
für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Dafür haben wir dann die Vorarbeit gemacht.
Funktioniert das auch im Wald oder unter Bäumen?
Eingeschränkt. RTK braucht freie Sicht zum Himmel; unter dichtem Kronendach kommt
kein FIX zustande. Im Wald arbeiten wir deshalb bevorzugt im unbelaubten Zustand, nutzen die
gleichzeitige Auswertung mehrerer Satellitensysteme und stecken schwierige Punkte von einer
freieren Stelle aus ab. Wenn die Bedingungen keine belastbare Messung zulassen, sagen wir das —
eine Zahl ohne FIX ist keine Genauigkeit, sondern eine Vermutung.
Wie lange dauert die Aufnahme eines Schlags?
Ein normal geschnittener Schlag mit bis zu acht Eckpunkten ist meist in 20 bis 40
Minuten aufgenommen. Die fertige Datei liefern wir in der Regel innerhalb weniger Tage nach dem
Termin.
Muss ich beim Termin dabei sein?
Nicht zwingend. Bei der ersten Fläche ist es hilfreich, kurz gemeinsam abzugehen, wo
die bewirtschaftbare Kante wirklich liegen soll — das ist eine betriebliche Entscheidung, keine
technische. Danach genügt meist eine Absprache per Telefon.
Arbeitet ihr auch im Winter?
Ja. Die Ausrüstung ist von -20 °C bis +65 °C einsatzfähig und nach IP68 geschützt.
Nach der Ernte und vor der Frühjahrsbestellung ist ohnehin die beste Zeit, weil die Feldkanten
frei liegen und keine Kultur beeinträchtigt wird.
Wie weit fahrt ihr raus?
Der Schwerpunkt liegt im Umkreis von Ehekirchen — Neuburg-Schrobenhausen, Ingolstadt,
Pfaffenhofen, Augsburg, Aichach-Friedberg, Donau-Ries und Eichstätt. Bei größeren Sammelaufträgen
kommen wir auch weiter. Im näheren Umkreis berechnen wir keine Anfahrt; wird es weiter, steht der
Betrag transparent im Angebot, bevor du zusagst.
Was passiert mit meinen Daten?
Die aufgenommenen Koordinaten und die daraus erzeugten Dateien gehören dir. Wir
speichern sie zur Nachvollziehbarkeit und für spätere Nachlieferungen, geben sie aber nicht an
Dritte weiter. Auf Wunsch löschen wir sie nach Abschluss des Auftrags.
Kontakt
Lass uns über deine Flächen sprechen.
Sag uns kurz, um wie viele Schläge es geht und welches Spurführsystem du fährst. Du bekommst ein
kostenloses, unverbindliches Angebot mit festem Preis — ohne Vertreterbesuch und ohne Nachhaken.